facebook twitter youtubegoogleplus

Das Szenemagazin für
Die Schwarze Familie.

Ob Gothic, EBM, Metal, Rockabilly, Punk oder Folk.
Die schwarze Szene ist mehr als die Summe ihrer Richtungen.
Auch mit Kind sind wir weiter schwarz...

WIR sind die Famile der Szene!

o16

The Other touren gerade mit Ewigheim durch Deutschland. Mit ihrem recht imposanten Bühnenprogramm/-outfit schocken bzw. begeistern sie immer wieder die Szene.
Im Interview mit RoD Usher stellte die Band sich unseren Fragen.

DSF: Hallo The Other und Glückwunsch zur Wahl der Band des Monats März 2017!
Ihr macht jetzt 2002 Horrorpunk . Würdet ihr Euch kurz vorstellen und erzählen wie es dazu gekommen ist, das ihr genau diese Art von Musik macht?

RoD: Wir sind THE OTHER, ein gruselige Quintett, das einer melodiösen Mischung aus Punk-Rock, Deathrock und Metal frönt und dabei besonders die düsteren Seiten dieser Musikrichtungen schätzt.
Womöglich liegt das daran, dass wir große Horrorfans sind, die ihre liebe zu Gruselklassikern auch optisch auf die Bühne bringt, allerdings mit dem nötigen Spaß.

o2DSF: Ihr seid jetzt ja schon viel rumgekommen u.a. wart ihr in den Staaten. Wie schwer fällt Euch die Trennung von Freundin/Familie? Oder sind die mit dabei?

RoD: Bei Touren in anderen Ländern gibt es oft die Überlegung, die Spielerfrauen mit einzupacken. Und in der Tat haben uns die Damen auch beispielsweise auf Tour in England besucht oder wenn man mal eine schöne europäische Metropole spielt. Amerika war dann aber doch etwas weit und teuer, speziell, da wir zwischen jedem Gig locker 10 Stunden gefahren sind, was dann für Partnerinnen nicht mehr viel mit Urlaub zu tun hat. Weiterhin haben wir eigentlich eine strickte Regel: In den Bandbus kommen keine Partnerinnen, damit wir uns auf die Tour konzentrieren können.

DSF: Wer inspiriert Euch zu den neuen Musikstücken ?

RoD: Das Leben, die Liebe, Filme und Bücher. Früher waren wir vielleicht etwas mehr in der Kunst unterwegs, jetzt gibt oft die Gesellschaft oder die Partnerschaft die Themen vor. Da findet man manchmal die größeren Monster.

DSF: Kann man eurer Meinung nach das Musikerleben mit dem Familienleben vereinbaren?

RoD: Wenn man reich ist und seine Familie überall einfliegen und herumfahren lassen kann, dann ja. Ansonsten ist schon eine große Portion Toleranz von Seiten des daheim bleibenden Partners nötig. Es ist ja nicht nur so, dass man oft unterwegs ist, sondern auch auf Tour zahlreiche Verlockungen lauern, die zu Konflikten führen können. Wer einen Rocker datet, sollte wissen worauf er/sie sich einlässt.

o5DSF: Kommen wir zu den etwas familiäreren Fragen. Die-Schwarze-Familie. Net ist ja vor allem eine Community für Eltern aus der Gothic/EBM/Metal Szene.
Bei Rock/Metal geht es ja meist um viele harte Gitarren und Drums. Kann man das Kindern "antun"? Wie finden die eure Musik?

RoD: Ich war 9, als der Heavy Metal mich in Beschlag genommen hat, also auch noch ein Kind.
Klar kann man Kindern das antun, die Kinder meiner Freunde hören alle The Other und finden das klasse.
Die Tochter eines Schulfreundes hat ein Referat über uns gemacht, die Zwillinge meines besten Kumpels singen unsere Songs im Auto mit...
Mal ehrlich: Als Kind bist du doch auch viel cooler, wenn du nicht Benjamin Blümchen, sondern Slayer hörst. Außerdem lernst du ganz schnell, dass die bösen Buben gar nicht so böse sind.

DSF: Was sind deiner/eurer Meinung nach die drei wichtigsten Werte die man derzeit Kindern weitergeben sollte?

RoD: Empathie, Respekt, Toleranz...wobei diese drei ja oft Hand in Hand laufen.

DSF: Wie seht ihr die Entwicklung in unserer Szene? Sind wir "gut" für unsere Kinder oder haben wir zu viele nicht normgerechte Gedanken?

RoD: Gerade das alternative und hinterfragende scheint mir gut zu sein, um intelligente Kinder aufzuziehen. Ich könnte mir vorstellen, dass die Szene auch viele kreative Talente schafft.o11

DSF: Ich habe zwei unterschiedliche Personen kennengelernt..Den Sänger, der sehr aktiv und extrovertiert erscheint und die „Privatperson“, die ein ruhigeren Eindruck vermittelt(kann auch nur subjektiv sein) Wie schaffst Du das beides zu kombinieren?

RoD: Verneinen will ich das nicht, denn als Privatperson habe ich es auch ganz gerne im Hintergrund.
Geht es um die Band, kommt dann wieder die Rampensau raus. Beide Seiten gehören zu mir und mein Charakter Rod Usher macht es möglich, beide zu vereinen. Andere gehen zum Psychiater, ich gehe auf die Bühne.

DSF: Und zu guter letzt: Möchtet ihr ein paar direkte Worte an unsere Leser richten?

RoD: Seid fruchtbar und vermehret euch. Mit ist es bisher noch nicht vergönnt aber ich teile eure Freude sowohl am Akt, als auch am Kinderglück.