IMG 950726.11.2016, Krefeld
„Bring the Lights“ – Covenant hatte die Kulturfabrik in Krefeld komplett mit Anhängern der Elektroszene gefüllt und zelebrierte ihre Show mit vielen Hits aus den letzten Jahren plus Songs vom neuen Album „The blinding dark“.


Allerdings mussten die Fans sich in Geduld üben, bis Eskil und seine Livekollegen endlich die Bühne enterten. Um 20:00 Uhr versuchten zuerst IMG 9659Iszoloscope die Halle aufzuheizen. Allerdings muss ich sagen, das die Kanadier mir etwas zu viel „Krach“ auf der Bühne machten. Zwar war das recht gutes Industrial oder wie die Band meint „Rhythm and Noise“, aber da liegen halt Welten zwischen dem Sound von Covenant und Iszoloscope. Als zweiter Support versuchte dann Faderhead sein Glück.
Das war schon eine andere Hausmarke. Sänger und Mastermind Sami wusste die Besucher mit seinem Elektropopsound genau dort abzuholen, wo die Leute warteten. Da kam Stimmung auf und wie mir schien, waren auch einige Faderhead-Fans in der Halle und sangen lautstark mit :-D
Als dann zum Schluss „TZDV“ gespielt wurde, ging die ganze Halle mit. Da hatten Covenant es natürlich fast schon einfach weiter Stimmung zu kreieren. Aber die Band ging auf Nummer sicher. Mit „Der Leiermann“ und „Bullets“ gab es kein vertuen. Da war Party vorbestimmt. Im kühlen, blauem Licht getaucht, betrat Eskil ganz in Schwarz (wo war der weiße Anzug??) die Bühne und auch Daniel Myer und Daniel Jonasson hielten sich farblich sehr dunkel. Also ein perfekter Gothic/Elektroauftritt ;-).
IMG 9664Als drittes kam dann der erste Song vom neuen Album. „I Close My Eyes“ ist recht ruhig und bremste die aufgeheizte Menge eher etwas aus. Darauf folgte „Morning Star“, welches auch zwar sehr elektronisch daherkommt, aber auch nicht unbedingt den Tanzcharakter hat. Der Dritte Song von „The blinding Dark“ mit dem Titel „Cold reading“ ging dann richtig ab, gefolgt von „Figurehead“ war dann alles wieder im Lot und die KuFa ging voll ab.
Mein persönliches Highlight war allerdings kein Song den Eskil gesungen hat, sondern die „Lightbringer“- Variante von und mit Daniel Myer. Der Sänger von Haujobb hat so ein starkes Organ mit viel Power, das der sonst recht leichtbeschwingte Song eine ganz andere Note bekam. Ich würde sagen von 1- direkt auf 1+ mit drei Sternchen… Als dann direkt „Ritual Noise“ folgten, war der Abend für mich schon perfekt gelaufen.
In Summe spielten Covenant 22 Song mit zwei Zugabe Blöcken. Die neuen Songs sind etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit der Zeit erkennt man viele interessante Ecken und Kanten.
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